Werft

Die Werft

 

Hier erhalten die Kommandanten einen Überblick über die Bootstypen, welche sie durch ihre Ruhmpunkte erlangen können. Des Weiteren sind die elementaren Eigenschaften der Boote aufgelistet und auch ihre Geschichte wird kurz erzählt.

Jeder Kommandant ist für die Beantragung von Upgrades etc. selbst Verantwortlich !

Hier gehts zur Antragsstellung: Link

Werft-Regeln:

Alle Anträge müssen im Forum unter Flottenstützpunkt/Werft fristgerecht eingereicht werden.

Lehrgang einer Besatzung muß beim Flottenoberkommando beantragt werden. Es kann immer nur um ein Level erhöht werden!

Upgrademöglichkeiten sind durch erziehlte Ruhmpunkte ( siehe Die Ausrüstung ) möglich.

Anträge müssen bis zur Bekanntgabe der Mission (unter Feindfahrten mindestens 24 Std. vor beginn der nächsten Feindfahrt) beim Flottenoberkommando eingegangen sein.

Ist der Antrag fristgerecht eingegangen, steht dem Spieler das Boot, die neue Ausrüstung und/oder die neue Besatzung zur nächsten Feindfahrt zur Verfügung!

Ist der Antrag nicht fristgerecht eingegangen, steht dem Spieler das neu Beantragte erst zur übernächsten Feindfahrt zur Verfügung.

Upgrades für Boote die an einer Starf-Feindfahrt teilnehmen können nicht erkauft werden !

Antrag zum Bau eines U-Bootes

Bau eines neuen U-Bootes muß beim FOK beantragt werden.

Das Uboot wird grundsätzlich mit der Standartaurüstung ausgeliefert. ( Siehe Ausrüstung )!

Angaben: Name und gewünschter U-Typ

Die Besatzung:

Die Erfahrung der Besatzung lässt sich in drei Kategorien einstufen. Einmal Rekrut, welche man zu Anfgang seiner Karriere erhält, Soldat und letztendlich Veteran.

Die Besatzung lernt im Laufe der OK. Nach drei in folge erfolgreichen Feindfahrten erhält der Spieler eine Soldat-Besatzung, nach drei weiteren Feindfahrten (sechs) eine Veteran-Besatzung. Verliert ein Kommandant sein Boot, so erhält er nach der Straf-Feindfahrt eine Rekrut-Besatzung

Außerdem besteht die Möglichkeit seine Besatzung durch Lehrgänge auf ein höheren Level zu bringen. Die Besatzung kann immer nur um eine Stufe pro Feindfahrt erhöht werden !

Angaben: Name und gewüschtes Level der Besatzung

Überblick über Beschaffungskosten:

TYP
Kosten Neubau
Kosten Lehrgang Besatzung
Verfügbarkeit des Bootstyps
VIIB (1939)
1200
1500
sofort
VIIC (1939)
1500
1500
2.FF
VIIC/41 (1942)
3250
1500
8.FF
VIIC/42 (1943)
4250
1500
11.FF
IX B (1939)
3500
2000
2.FF
IX C
4500
2000
3.FF
IX C (1940)
6000
2000
6.FF
IX D2 (1942)
7000
2500
8.FF
XXI (1943)
14000
4000
14.FF

Deutsche U-Boote

Die deutsche Marine entwarf mehr als 30 U-Boottypen, von denen einige mehrere Unterklassen hatten. Viele der Designs wurden aus verschiedenen Gründen niemals gebaut oder waren ausschließlich experimentell. Zusätzlich zu den Typen II, VII und IX wurden vor Kriegsende zwei fortgeschrittene Klassen (Typ XXI und XXIII) in Dienst gestellt, aber die meisten dieser Boote wurden zu spät eingesetzt, um sich entscheidend auswirken zu können. Ein Boot (Typ X) hatte die Aufgabe, Minen zu legen, aber es diente zusammen mit dem U-Tanker Typ XIV als Versorgungsschiff.

Viele Unterklassen der einzelnen Typen existierten. Im folgenden werden die häufigsten Varianten aufgeführt.




Typ II

Einhüllen Küstenboot mit innen gelegener Hauptschnelltauchzelle.
Dieser Typ war der erste, der nach dem ersten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurde. Er wurde von der 1931 - 1933 nach einem deutschen Entwurf des in Finnland gebauten "Vesikko" sowie vom Typ UB II von 1915 und dem Typ UF von 1918 abgeleitet. Diese kleinen Boote waren stark und manövrierfähig. In den nachfolgenden Versionen (D) wurden mehrere Eigenschaften verbessert.
Nach 1941 wurde der Typ II nicht mehr gefertigt. An seine Stelle traten Hochseeboote. Während des Krieges operierten diese Boote vorwiegend in deutschen Küstengewässern und im englischen Kanal (1939/1940) sowie ab Sommer 1941 gegen die Russen in der Ostsee. Viele wurden als Schulboote eingesetzt. Mehrere Boote wurden über die deutschen Kanäle und die Donau ins Schwarze Meer transportiert, wo sie bis 1944 operierten. Im Kampf auf See gingen wenige dieser Boote verloren, die meisten von ihnen wurden durch Bombenangriffe vernichtet oder versenkten sich bei der Kapitulation selbst.

(Daten für Typ II A)

Besatzung:
25
Länge:
40,90 m
Breite:
4,10 m
Tiefgang:
3,80 m
Verdrängung:
254 t über Wasser/ 303 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:
Diesel: 2x 350 PS mit 13 kn über Wasser.
E-Maschine: 2x 180 PS mit 6,9 kn getaucht.
Reichweite:
1050 sm mit 12 kn an der Oberfläche. 35 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
100m (Testtiefe)
Torpedorohre:
3 (Bug)
Torpedos gesamt:
6
Geschütze:
Flugabwehrgeschütz: 1 x 2.0 cm

 

 

(Daten für Typ II B)

Besatzung:
25
Länge:
42,70 m
Breite:
4,10 m
Tiefgang:
3,80 m
Verdrängung:
279 t über Wasser/ 329 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:
Diesel: 2x 350 PS mit 13 kn über Wasser.
E-Maschine: 2x 180 PS mit 7,0 kn getaucht.
Reichweite:
1800 sm mit 12 kn an der Oberfläche. 43 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
100m (Testtiefe)
Torpedorohre:
3 (Bug)
Torpedos gesamt:
6
Geschütze:
Flugabwehrgeschütz: 1 x 2.0 cm

 

(Daten für Typ II C)

Besatzung:
25
Länge:
43,90 m
Breite:
4,20 m
Tiefgang:
3,80 m
Verdrängung:
291 t über Wasser/ 341 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:
Diesel: 700 PS mit 12,7 kn über Wasser.
E-Maschine: 410 PS mit 7,4 kn getaucht.
Reichweite:
3800 sm mit 8 kn an der Oberfläche. 40 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
100m (Testtiefe)
Torpedorohre:
3 (Bug)
Torpedos gesamt:
6
Geschütze:
Flugabwehrgeschütz: 1 x 2.0 cm

 

(Daten für Typ II D)

Besatzung:
25
Länge:
44,00 m
Breite:
4,90 m
Tiefgang:
3,90 m
Verdrängung:
285 t über Wasser/ 417 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 700 PS mit 13 kn über Wasser.
E-Maschine: 410 PS mit 7,4 kn getaucht.

Reichweite:
5.650 sm mit 8 kn an der Oberfläche. 56 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
100m (Testtiefe)
Torpedorohre:
3 (Bug)
Torpedos gesamt:
6
Geschütze:
Flugabwehrgeschütz: 1 x 2.0 cm



Typ VII


Das erste Boot vom Typ VII lief im Juni 1936 vom Stapel und Varianten dieses Typs wurden den ganzen Krieg über eingesetzt. Es wurden mehr U-Boote vom Typ VII gebaut als irgendein anderes U-Boot jeder anderen Nation. Der Originaltyp wurde bald verändert, um die Reichweite zu erhöhen, sowie um die Manövrierfähigkeit und die Torpedobewaffnung zu verbessern (Typ VII B). Nach einigen zusätzlichen Änderungen entstand der Typ VII C, das Hauptboot der U-Bootwaffe. Eine Variante des Typ VII C, Typ VII C/41, besaß einen stärkeren Rumpf und erzielte die größte Tauchtiefe aller U-Boote des Zweiten Weltkrieges. Der Typ VII bildete ausserdem die Basis für ein minenlegendes Boot (VII D) und ein Torpedoversorgungsfahrzeug (VII F).

(Daten für Typ VII A)

Besatzung:
44
Länge:
64,50 m
Breite:
5,85 m
Tiefgang:
4,37 m
Verdrängung:
626 t über Wasser/ 745 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 2310 PS mit 17 kn über Wasser.
E-Maschine: 750 PS mit 8 kn getaucht.

Reichweite:
6.200 sm mit10 kn an der Oberfläche. 94 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck)
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Das erste Boot vom Typ VII, U 27, lief am 24.06.1936 vom Stapel. Die Boote der zwischen 1926 und 1931 in Finnland gebauten "Vetehinen-Klasse", abgeleitet vom Typ UB III von 1918 hatten den Entwurf beeinflusst. Bei diesen Booten strebte man danach, Stärke, Seeausdauer, Unterwasser- und Überwassermanövrierbarkeit, Über- und Unterwassergeschwindigkeit, Fahrstrecke, Torpedoanzahl, Schnelligkeit des Baues und leichte Instandhaltung auf ein Höchstmaß zu bringen. Dies alles sollte erreicht werden, wenn auch bei begrenzter Größe und Wasserverdrängung, soweit möglich, und unter Verzicht auf Wohnqualität zugunsten der offensiven und baulichen Eigenschaften.Das Resultat bestand in einem Boot von lediglich 915 t Wasserverdrängung in aufgetauchtem Zustand und von nur 64,5 m Länge. Aber es vereinigte in sich einen bemerkenswerten Grad von Offensivkraft und war für Hochseeunternehmungen geeignet. Die Eigenschaften des Typ VII waren an sich nicht außergewöhnlich, aber seine gut ausgewogenen Eigentümlichkeiten und der hohe Leistungsdurchschnitt machten ihn zu einer furchtbaren Waffe und zu einem der erfolgreichsten je gebauten Typen. Dem Drang, die Abmessungen und die Wasserverdrängung zu begrenzen, half der Wunsch nach, ein manövrierfähiges Hochseeboot mit einer verringerten Silhouette zu besitzen. Bei begrenzter Wasserverdrängung der einzelnen Boote würde Deutschland imstande sein, eine größere Anzahl zu bauen.

Die erste Version des Typs VII zeichnete sich durch ein einziges Hecktorpedorohr aus, in der Verkleidung außerhalb des Druckkörpers gelegen, die vom Wasser frei durchströmt wurde. Diese Anordnung schloß das Nachladen während der Tauchfahrt aus (Diese Vorrichtung wurde bei den späteren Varianten weggelassen. Ebenfalls unter der Verkleidung - und damit vom Wasser frei umströmt - befanden sich zwei Reservetorpedos und die Brennstoffzellen.

(Daten für Typ VII B)

Besatzung:
44
Länge:
66,50 m
Breite:
6,20 m
Tiefgang:
4,74 m
Verdrängung:
753 t über Wasser/ 857 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 3200 PS mit 17,9 kn über Wasser.
E-Maschine:750 PS mit 8 kn getaucht.

Reichweite:
8.700 sm mit10 kn an der Oberfläche. 90 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck)
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Zwei Jahre nach der Variante VII A mit dem Stapellauf von U 45 am 27.04.1938 in Erscheinung tretend, stammte die Variante VII B direkt von ihrer Vorgängerin ab. Infolge der stärkeren Dieselmotoren und der größeren Brennstoffmenge hatten Abmessungen und Wasserverdrängung geringfügig zugenommen. Die jetzt 2 Hecktorpedorohre waren in einen Torpedoraum im inneren des Druckkörpers verlegt und die Reservetorpedos um einen vermehrt worden.

(Daten für Typ VII C)

Besatzung:
44
Länge:
67,10 m
Breite:
6,18 m
Tiefgang:
4,70 m
Verdrängung:
761,29 t über Wasser/ 864,69 t getaucht
Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 3200 PS mit 17,6 kn über Wasser.
E-Maschine: 750 PS mit 7,6 kn getaucht.

Reichweite:
8.500 sm mit 10 kn an der Oberfläche. 80 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
200 m (Testtiefe/ 250 m Max. Tauchtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck)
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Diese beiden Typvarianten - zwischen ihnen gab es nur geringfügige Unterschiede - wiesen in der Fertigung die größten Stückzahlen (661 Einheiten) auf. U 69 (ex. U 99), das erste Boot der Variante VII C, wurde am 18.04.1940 in Dienst gestellt.
1943/44 wurde der Bau zahlreicher Boote zugunsten eines moderneren Typs annulliert. Als Ergebnis einer größeren Ladefähigkeit besaß die Variante VII C eine geringfügig größere Wasserverdrängung als die Variante VII B.

Bei folgenden Booten der Variante VII C wurden die Aufträge am 06.11.1943 sistiert und am 22.07.1944 annulliert:
U 769 - U 770; U 780 - U 782; U 823 - U 824

(Daten für Typ VII C/41)

Besatzung:
44
Länge:
67,23 m
Breite:
6,18 m
Tiefgang:
4,74 m
Verdrängung:

758,86 t über Wasser/ 859,81 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 3200 PS mit 17,6 kn über Wasser.
E-Maschine: 750 PS mit 7,6 kn getaucht.

Reichweite:
8.500 sm mit 10 kn an der Oberfläche. 80 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
200 m (Testtiefe/ 250 m Max. Tauchtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck)
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Diese Variante des Typs VII unterschied sich kaum vom Typ VII C. U 292 war das erste Boot der Variante VII C/41 und wurde am 25.08.1943 der Marine übergeben. 1943/44 wurde der Bau zahlreicher Boote zugunsten eines moderneren Typs annulliert. Als Ergebnis einer größeren Ladefähigkeit besaß die Variante VII C/41 eine gringfügig größere Wasserverdrängung als die Variante VII B, und ein vertärkter Rumpf gewährte eine größere Tauchtiefe.

(Daten für Typ VII C/42)

Besatzung:
44
Länge:
67,30 m
Breite:
6,80 m
Tiefgang:
5,0 m
Verdrängung:

999 t über Wasser/1050 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 2700 PS mit 16,7 kn über Wasser.
E-Maschine: 750 PS mit 7,6 kn getaucht.

Reichweite:
10.000 sm mit 12 kn an der Oberfläche. 80 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
Tauchtiefe: 300 m ( Max. Tauchtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck)
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Infolge Annullierung bzw. Einstellung des Baus 1944 - die Serie war inzwischen veraltet - gelangte kein Boot dieser Variante in Dienst. Zur vorhergehenden Version VII C/41 stellte sie eine bedeutsame Verbesserung dar: Steigerung in Größe, Wasserverdrängung, Fahrstrecke und dank baulicher Verstärkung an maximaler Einsatztauchtiefe, die 300 m überschreiten sollte. Der Entwurf forderte auch Panzerung des Kommandoturms, eine starke Flakbewaffnung aus zahlreichen 3.7 cm und/oder 2 cm Waffen und den Einbau (als Bestandteil der Konstruktion) eines Schnorchels.

(Daten für Typ VII D)

Besatzung:
44
Länge:
76,90 m
Breite:
6,38 m
Tiefgang:
5,01 m
Verdrängung:

965 t über Wasser/1080 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 3200 PS mit 16,7 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 750 PS mit 7,3 kn getaucht.

Reichweite:
11.200 sm mit 10 kn an der Oberfläche,. 69 sm getaucht mit 4 kn
Tauchtiefe:
150 m ( Max. Tauchtiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck) Seeminen: 15 in den Schächten
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Diese Minen legende Version des Typs VII war eine Abänderung der Variante VII C mit einer zusätzlichen Mittelsektion von etwa 10 m, wodurch die Länge über alles auf 76,9 m stieg. In dieser Sektion, unmittelbar hinter dem Turm gelegen, befanden sich fünf senkrechte Schächte zur Aufnahme von je drei Ankertauminen, ähnlich jenen, die von Überwasserschiffen gelegt wurden. Eine vergrößerte Brennstoffmenge erweiterte die Fahrstrecke. Die Steigerung in den Abmessungen und in der Wasserverdrängung bei unverändert gebliebener Antriebsleistung führten zu einem geringfügigen Verlust an Über- und Unterwassergeschwindigkeit.

U 213, das erste Boot der Variante VII D, lief am 24.07.1941 vom Stapel. Nur sechs Boote wurden gebaut. Der Bedarf der deutschen Marine an speziellen U-Minenlegern war begrenzt, denn alle deutschen Unterseeboote konnten besonders für sie entwickelte Ankertau- und Magnetminen legen. Diese wurden aus den 53,3 cm Torpedorohren geworfen. Normalerweise konnten (abhängig vom Typ) anstelle eines Reservetorpedos 2-3 Minen mitgeführt werden. Infolgedessen konnte ein normales VII C Boot anstelle der Torpedos 26-39 Minen an Bord nehmen.

(Daten für Typ VII E)

Detail:

Diese Variante existierte lediglich im Entwurfsstadium. Sie sollte eine Verbesserung der Variante VII C durch die Einführung einer neuen, erheblich leichteren Antriebsvorrichtung darstellen, was bei gleicher Wasserverdrängung eine Zunahme in der Ladefähigkeit und Fahrstrecke bedeutet hätte. Verzögerungen in der Vervollkommnung des neuen Motors und der Bau der neuen Boote mit fortschrittlicheren Eingenschaften führte (wahrscheinlich 1944) zur Aufgabe des Projektes.

(Daten für Typ VII F)

Besatzung:
46
Länge:
77,60 m
Breite:
7,30 m
Tiefgang:
4,91 m
Verdrängung:

1084 t über Wasser/1181 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 3200 PS mit 17,6 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 750 PS mit 7,9 kn getaucht.

Reichweite:
14.700 sm mit 10 kn an der Oberfläche. 130 sm getaucht mit 2 kn.
Tauchtiefe:
150 m ( Testiefe)
Torpedorohre:
5 (vier Bug, ein Heck) Seeminen: 15 in den Schächten
Torpedos gesamt:
12 (14, wenn außen befestigt)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 8.8 cm L/45
Flugabwehr: 1 x 2 cm (später 2 x 2 cm, 1 x 3.7 cm)

Detail:

Die vier Boote dieser Variante wurden zwischen Mai und August 1943 in Dienst gestellt. Sie verkörperten im wesentlichen den VII D Minenlegerentwurf, abgeändert, um Boote in den Einsatzgebieten mit Torpedos zu versorgen. Die Mittelsektion, welche bei der VII D-Variante die Mittelschächte enthielt, wurde zum Verstauen von 25 Torpedos benutzt. Weitere 14 Torpedos gehörten zur normalen Torpedobewaffnung der Boote, die zusätzlich zu ihrer Versorgungsaufgabe als normale Kampfboote eingesetzt werden sollten.

Da die betroffenen Boote bei der Torpedoübergabe in See an der Wasseroberfläche hätten liegen bleiben müssen, wurde die Variante VII F hauptsächlich zum Torpedotransport zwischen den Stützpunkten verwendet.

Typ IX

Der Typ IX trug den Spitznamen "Seekuh" und sollte zwei besonderen Anforderungen genügen: eine große Reichweite und die Möglichkeit, als taktisches Kommandoboot für den Anführer eines Wolfsrudels zu dienen. Nach Kriegsbeginn stellte man fest, dass die zweite Anforderung überflüssig war, denn der Angriff konnte von der Küste aus koordiniert werden. Das Modell hatte eine ausreichende Reichweite um Einsätze im Südatlantik, Indischen Ozean oder sogar Pazifik zu ermöglichen, hatte aufgrund seiner Größe aber den Nachteil, eine lange Zeit zum Tauchen zu benötigen. Die Boote vom Typ IX führten mehr Torpedos mit als der Typ VII, waren aber durch Angriffe leichter verwundbar, was wiederum auf ihre Größe zurückzuführen war.

(Daten für Typ IX A)

Besatzung:
48
Länge:
76,50 m
Breite:
6,51 m
Tiefgang:
4,70 m
Verdrängung:

1032 t über Wasser/1153 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 4400 PS mit 18,2 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 1000 PS mit 7,7 kn getaucht
.

Reichweite:
10.500 sm an der Oberfläche mit 10 kn .78 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m ( Testiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

Das erste Boot vom Typ IX, U 37, wurde drei Monate nach seinem Stapellauf (am 04.05.1938 in Bremen) am 04.08.1938 in Dienst gestellt. Im direkten Vergleich zum Typ VII, der fast gleichaltrig war, besaß der Typ IX eine größere Wasserverdrängung, mehr Wohnraum und vor allem einen größeren Aktionsradius, da es für überseeische Operationen entwickelt worden war. Vom Entwurf her unterschieden sich die beiden Typen gänzlich. Anstelle der Einzelhülle mit Satteltanks beim Typ VII war ein Zweihüllenboot entstanden. Der Grund hierfür lag hauptsächlich darin, eine bessere Seetüchtigkeit bei Überwasserfahrt zu erreichen. Außerdem wurde ein Teil des Brennstoffs im Raum zwischen den Hüllen verstaut. In dieser Doppelhülle befanden sich auch alle Tauchzellen. Die Ursprüngliche Überwasserbewaffnung bestand aus einem 10,5 cm U-Bootsgeschütz L/45 und einer 2 cm Flak, letztere auf einer Plattform hinter dem Turm angebracht. Wie bei allen deutschen U-Booten von 1942 an hatte der Turm selbst sehr begrenzte Ausmaße, um bei nächtlichen Überwasseroperationen so unauffällig wie möglich zu wirken.

(Daten für Typ IX B)

Besatzung:
48
Länge:
76,50 m
Breite:
6,76 m
Tiefgang:
4,70 m
Verdrängung:

1051 t über Wasser/1178 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 4400 PS mit 18,2 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 1000 PS mit 7,7 kn getaucht.

Reichweite:
12.000 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 63 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m ( Testiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

Nur wenige Monate nach dem Prototyp IX A entworfen, war die Variante IX B mit diesem praktisch identisch, abgesehen von einer geringen Vergrößerung der Brennstoffmenge auf 165 t, die den maximalen Aktionsradius über Wasser um 2000 sm steigerte. U 64, das erste von insgesamt 14 Booten, wurde am 11.02.1939 in Dienst gestellt. Als letztes Boot wurde U 124 am 11.02.1941 in Dienst gestellt. Rein äußerlich unterschieden sich die U-Boote der Variante IX B von dem vorherigen Entwurf IX A lediglich in der Aufstellung des U-Boots-Geschützes, das nunmehr dichter am Turm stand.

(Daten für Typ IX C)
Besatzung:
48
Länge:
76,50 m
Breite:
6,76 m
Tiefgang:
4,70 m
Verdrängung:

1120 t über Wasser/1232 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 2500 PS mit 19,2 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 562 PS mit 7,46 kn getaucht
.

Reichweite:
13.450 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 63 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
165 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

Von dieser Variante wurden 54 Einheiten zwischen März 1939 und Juli 1942 in Dienst gestellt. Im Grunde war der Unterschied zur vorhergehenden Version des Typ IX eine weitere Steigerung des Brennstoffvorrats auf 207,51 t. Zur Unterbringung der Brennstoffzellen wurde vom Raum zwischen den Hüllen größerer Gebrauch gemacht. Die maximale Überwasserfahrstrecke vergrößerte sich um ca. 1500 - 1800 Seemeilen.
Der fast identische Nachfolger war die Version IX C/40.

(Daten für Typ IX C/40)
Besatzung:
48
Länge:
76,76 m
Breite:
6,86 m
Tiefgang:
4,67 m
Verdrängung:

1140 t über Wasser/1257 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel:2500 PS mit 19,25 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 562 PS mit 7,46 kn getaucht
.

Reichweite:
13.450 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 63 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
165 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

Von dieser Variante wurden von den 95 begonnenen Einheiten zwischen Juli 1942 und Mai 1944 nur 87 Boote in Dienst gestellt. Im Grunde war der Unterschied zur vorhergehenden Version des Typ IX eine weitere Steigerung des Brennstoffvorrats auf 214,22 t. Zur Unterbringung der Brennstoffzellen wurde vom Raum zwischen den Hüllen größerer Gebrauch gemacht. Die maximale Überwasserfahrstrecke vergrößerte sich um ca. 1500 - 1800 Seemeilen. Die Lieferverträge für weitere 76 Einheiten wurden 1944 zugunsten der neuen Elektrounterseeboote vom Typ XXI annulliert, zu deren Bau man alle Ressourcen der deutschen Schiffbauindustrie verfügbar gemacht hatte.


(Daten für Typ IX D 1)
Besatzung:
57
Länge:
87,50 m
Breite:
7,50 m
Tiefgang:
5,35 m
Verdrängung:

1610 t über Wasser/1799 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 2800 PS mit 15,8 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 1100 PS mit 6,90 kn getaucht.

Reichweite:
12.750 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 245 sm getaucht mit 2 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
Keine
Torpedos gesamt:
------------------------
Geschütze:

Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

1940 wurde zum Typ IX die neue D-Variante entworfen, ein größeres Boot mit beträchtlich gesteigerter Fahrstrecke und Geschwindigkeit. Die Variante IX D-1 bildeten zwei Einzelboote, die während des Baus zum Einsatz als Brennstoffversorger modifiziert wurden. Sie besaßen keine Torpedorohre, konnten aber zu ihrer eigenen Brennstoffmenge von 203 t zusätzlich 252 t Dieselöl mitführen. Anstelle der normalerweise in Unterseebooten verwendeten Motoren mit langsamerer Umdrehungszahl wurden schnelle Dieselmotoren vom Modell Daimler-Benz MB 501 (ein für Torpedoboote verwendeter Motor) eingebaut. Obwohl diese Motoren (drei auf jeder Welle mit einer Gesamtleistung von 9000 PS) eine Höchstgeschwindigkeit über Wasser von etwa 20,8 Knoten lieferten, brachten sie hinsichtlich Zuverlässigkeit und Fahrstrecke nur armselige Ergebnisse. Ungefähr ein Jahr nach der Indienststellung ersetzte man sie durch normale U-Bootsmotoren von geringerer Leistung. Nachteil: Eine wesentliche Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit. Die Boote der Version D-1 waren die einzigen des Typ IX, die nur mit zwei Sehrohren ausgestattet waren. Außerdem hatte diese Version außer der Flak keinerlei Überwasserbewaffnung.

(Daten für Typ IX D 2)

Besatzung:
57
Länge:
87,50 m
Breite:
7,50 m
Tiefgang:
5,35 m
Verdrängung:

1616 t über Wasser/1804 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 5400 PS mit 19,25 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 1100 PS mit 6,90 kn getaucht.

Reichweite:
31.500 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 57 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

1940 wurde zu Typ IX die neue D-Variante entworfen, ein größeres Boot mit beträchtliche gesteigerter Fahrstrecke und Geschwindigkeit. Ausgestattet waren die Boote der Version IX D 2 mit leistungsstarken Motoren konventioneller Art, die eine Geschwindigkeit von 19.20 Knoten entwickeln konnten. Für Unternehmungen im Südatlantik und im Indischen Ozean, wofür man sie vom Entwurf her bestimmt hatte, war eine hohe Geschwindigkeit unerläßlich. Der Fahrbereich dieser Boote erreichte Rekordentfernungen, weitesgehend deshalb, weil neben den beiden normalen 2200 PS Dieselmotoren zusätzlich zwei Dieseldynamos von je 5500 PS eingbaut waren, um für die E-Motoren als Generatoren verwendet zu werden. Bei einer maximalen Brennstoffmenge von 441 t verliehen sie den Booten über Wasser eine Höchstfahrstrecke von 31500 Seemeilen bei 10 Knoten.

Zahlreiche der für den Indischen Ozean bestimmten Boote der Variante D (Gruppe Monsun) waren mit dem kleinen, einsitzigen Schlepptraghubschrauber Focke-Achgelis FA 330 (Bachstelze) zur Aufklärung ausgerüstet. Genauer gesagt handelte es sich bei der Maschine um einen Traghubschrauber, der mit Hilfe der hohen Geschwindigkeit des U-Bootes und der beträchtlichen stärke der Monsunwinde abhob und annährend 100 Meter hoch stieg. Gehalten wurde er von einem Kabeltau, welches an Deck befestigt war. Diese Vorrichtung vergrößerte den Horizont des Bootes erheblich. Das erste Boot der Variante D 2, war das im Februar 1942 in Dienst gestellte U 178.


(Daten für Typ IX D 42)
Besatzung:
57
Länge:
87,50 m
Breite:
7,50 m
Tiefgang:
5,35 m
Verdrängung:

1616 t über Wasser/1804 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 5400 PS mit 19,20 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 1100 PS mit 6,90 kn getaucht
.

Reichweite:
31.500 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 57 sm getaucht mit 4 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
6 (vier Bug, zwei Heck)
Torpedos gesamt:
22 (zehn außen angebracht)
Geschütze:

Deckgeschütz: 1 x 10.5 cm L/45 Flugabwehr:1 x 3.7 cm, 1 x 2 cm

Detail:

Ausgestattet waren die Boote der Version IX D/42 mit leistungsstarken Motoren konventioneller Art, die eine Geschwindigkeit von 19,2Knoten entwickeln konnten. Für Unternehmungen im Südatlantik und im Indischen Ozean, wofür man sie vom Entwurf her bestimmt hatte, war eine hohe Geschwindigkeit unerlässlich. Der Fahrbereich dieser Boote erreichte Rekordentfernungen, weites gehend deshalb, weil neben den beiden normalen 2200 PS Dieselmotoren zusätzlich zwei Dieseldynamos von je 5500 PS eingebaut waren, um für die E-Motoren als Generatoren verwendet zu werden. Bei einer maximalen Brennstoffmenge von 441 t verliehen sie den Booten über Wasser eine Höchstfahrstrecke von 31.500 Seemeilen bei 10 Knoten.
Das erste und einzige Boot der Variante D/42 war das am 27.03.1945 fertigstellte U 883. Diese Variante unterschied sich vom vorhergehenden Typ nur in Kleinigkeiten. Die Lieferverträge für 78 weitere Einheiten wurden zugunsten der Elektroboote vom Typ XXI annulliert.


Typ XIV

(Daten für Typ XIV )

Besatzung:
53
Länge:
67,10 m
Breite:
9,35 m
Tiefgang:
6,51 m
Verdrängung:

1688 t über Wasser/1932 getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 2800 PS mit 14,40 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 750 PS mit 6,20 kn getaucht

Reichweite:
12.350 sm an der Oberfläche mit 10 kn. 120 sm getaucht mit 2 kn.
Tauchtiefe:
150 m (Testtiefe)
Torpedorohre:
Keine
Torpedos gesamt:
----------------------------
Geschütze:

Flugabwehr: 2 x 3.7 cm in Einzelaufstellung, 1 x 2 cm (ab 1943 1 x 3.7 cm, 2 x 2 cm Zwilling)

Detail:

Hochsee-U-Tanker, abgeleitet vom Typ VII C, eingesetzt zur Versorgung anderer Boote im Operationsgebiet. 1943 wurden alle Boote mit einem Schnorchel ausgerüstet und die Flakbewaffnung modifiziert. Die Boote wurden hauptsächlich zu Fernunternehmungen im Atlantik eingesetzt. Diese Boote waren aufgrund ihrer Größe sehr schwerfällig. Also war auch die Tauchzeit durch die Größe beeinflusst. Es gingen alle Boote dieses Typs verloren. (Vorwiegend durch Luftangriffe - Aufgrund der langsamen Tauchzeit)


Typ XXI

 

Besatzung:
57
Länge:
76,60 m
Breite:
8,00 m
Tiefgang:
6,86
Verdrängung:

1610 t an der Oberfläche/1833 t getaucht

Höchstgeschwindigkeit:

Diesel: 4000 PS mit 15,5 kn an der Oberfläche.
E-Maschine: 5000 PS mit 17,50 kn getaucht.

Reichweite:
14000 an der Oberfläche mit 10 kn. 30 sm getaucht mit 15 kn.
Tauchtiefe:
200 m(Testtiefe)
Torpedorohre:
6 (sechs Bug )
Torpedos gesamt:
23
Geschütze:

Flugabwehrgeschütze: 4 x M 44 3 cm (2 x 2), 2 x C 38 2 cm

Detail:

Zweihüllen-Hochseeboot mit hoher Unterwassgeschwindigkeit. Admiral Dönitz billigte den Entwurf am 13.06.1943 und ein Bauprogramm von über 200 Booten wurde in Auftrag gegeben. Zu späteren Zeiten sollten es über 1300 U-Boote werden. In Dienst gestellt wurden insgesamt 119 U-Boote des Typs XXI.

Das erste XXI-Boot, U 2501, kam am 17.06.1944 in Dienst. Durch das Vorfertigen ganzer Sektionen wurde eine Baubeschleunigung erreicht. Sein interessantestes Merkmal war die hohe Unterwassergeschwindigkeit, die beträchtlich höher lag als die jedes anderen damals im Dienst befindlichen konventionellen Bootes. Durch die Stromlinienform des Rumpfes und die gesteigerte Energieleistung der elektrischen Antriebsanlage kam diese Geschwindigkeit zustande. Eine Zweihüllen-Struktur wurde eingeführt, gebildet aus zwei übereinandergefügten Zylindern, verbunden durch eine leichte Aussenbeplattung, um die Stromlinienform zu gewährleisten. Die Druckkörper bestanden aus 28 mm starken Flussstahlplatten, deren Stärke um die Lücken herum auf 37 mm stieg. Um die Verfertigung zu vereinfachen, befanden sich die Spanten an der Außenseite des Druckkörpers. Diese waren ausserdem besonders zahlreich und stark. Vom Durchmesser her war die obere Hülle die größere der beiden und enthielt die Wohn-, Maschinen- und Torpedoräume. Die Akkumulatoren sowie einige Brennstoff- und die Trimmzellen befanden sich in der unteren Hülle. Die Tauchzellen lagen im Raum zwischen der Aussenhülle und den beiden Druckkörpern. Der Kommandoturm war vom "geschlossenen Typ" (um den Strömungswiderstand auf ein Minimum zu reduzieren) und besaß zwei versenkbare 3 cm Zwillingslafetten an beiden Enden des Turmes. Speziell entworfen wurden große Schwanzflächen, um eine höhere Manövrierbarkeit und Stabilität zu verleihen und ausserdem um den Strömungswiderstand zu verringern. Anders als bei den vorhergehenden deutschen Booten lagen die Bugtiefenruder direkt unterhalb des Hauptdecks und konnten durch ein Schwenksystem auf einer vertikalen Achse eingezogen werden.

Diese besondere Rumpfform zusammen mit der Heckgestaltung verliehen dem Boot eine Schubleistung, die dicht am Wert von 0,65 lag (zum Vergleich: 0,45 bei konventionellen Zweischraubenbooten).

In Längsrichtung war der Rumpf in acht Sektionen unterteilt. Jede dieser Sektionen wurde komplett mit der gesamten Ausrüstung und elektrischen Verkabelung in einem anderen Produktionszentrum gebaut. Die einzelnen Sektionen wurden dann auf dem Straßen- oder Binnenschifffahrtsweg zu den Motagewerften gebracht, wo das Boot schnell zusammengefügt und fertiggestellt wurde.

Da die Walther-Turbine und der Diesel mit geschlossenem Kreislauf 1943 noch nicht einsatzfähig waren, benutzten die Deutschen für den Typ XXI eine Kombination aus normalen Diesel- und Elektromotoren, wobei zum erstenmal die Höchstleistung der Elektromotoren die der Dieselmotoren überstieg.

Die Anzahl und die Eenergieleistung der neuen superleichten, leistungsstarken Batterien war besonders hoch. Zusätzlich zu den Hauptelektromotoren hatte man einen 226 PS Elektromotor speziell für die Schleichfahrt eingebaut. Die Unterwasserantriebsanlage verlieh dem Boot eine Spitzengeschwindigkeit von 15,6 Knoten für eine Stunde Fahrtzeit, oder sie ermöglichte es ihm, mehr als drei Tage lang mit 4 Knoten zu laufen, ohne die Batterien aufzuladen oder das Boot durchlüften zu müssen, da es mit einer Lufterneuerungs- und Klimaanlage ausgestattet war. Ein paar Stunden Schnorchelfahrt befähigten das Boot, wieder für eine weitere ausgedehnte Zeitspanne, die Unterwasserfahrt fortzusetzten. Dies ermöglichte den Typ XXI-Booten Unternehmungen von mehr als fünf monatiger Dauer mit fast ausschließlicher Unterwasserfahrt durchzuführen (hierfür waren sie auch entworfen worden). Mit einer Brennstoffmenge von 240,50 t überstieg bei Marschfahrt der maximale Fahrbereich über Wasser 15.000 Seemeilen. Die Innengestaltung lieferte so viel Bequemlichkeit wie möglich, denn zum ersten Mal war der Torpedoraum ausschließlich zum Abschießen der Torpedos bestimmt.

Die elektronische und akustische Ausrüstung war bemerkenswert. Der Typ XXI besaß Radar, dessen versenkbare Antenne im Kommandoturm untergebracht war, zwei Sehrohre, eine akustische Entfernungsmessanlage und einen Teleskopschnorchel. Der Schnorchelkopf, umhüllt mit synthetischen Gummi (Buna), um die ausgesandten Suchimpulse zu absorbieren, war mit einem Kurzwellen-Radarortungs(Funkmess-Beobachtungs-)gerät ausgestattet. Sonar und ein äusserst empfindliches Unterwasserhorchgerät, bestehend aus 48 Mikrofonen, waren in Kreisform am Bug unterhalb der Torpedorohre angebracht. Eine schäumende Substanz ("Pillenwerfer") konnte durch zwei Verrichtungen in das umgebende Wasser ausgestoßen werden, um im feindlichen Sonar falsche Echos zu erzeugen.

Die Unterwasserbewaffnung bestand aus sechs Bugrohren, drei auf jeder Seite, mit 23 Torpedos, alle im geräumigen Torpedoraum im Innern des Druckkörpers gelagert. Als Alternative konnte eine unterschiedliche Anzahl Minen (durch die Torpedorohre auszustoßen) mitgeführt werden. Die Überwasserbewaffnung war auf vier 3 cm Geschütze verringert worden. Da dieses neue Modell nur in ungenügenden Zahlen zur Verfügung stand wurden viele Boote mit 2 cm Geschützen ausgestattet.

1944 wurden zwei Varianten des Typs XXI entworfen. Vom Grundtyp sollten sich die Varianten XXI B und XXI C hauptsächlich in der Zahl und Anordnung der Unterwasserbewaffnung unterscheiden. Der Typ XXI B sollte weitere sechs im Bug gelegene Rohre erhalten, drei auf jeder Seite, die jedoch im winkel von 10° zur Mittelachse des Bootes achteraus schießen sollten. Bei der Variante XXI C mit einer geplanten Länge über alles von 83 m sollte es 18 Torpedorohre geben: sechs Bugrohre zum Vorausschuß und zwölf in zwei Gruppen zu je drei Rohren auf jeder Seite, die wie bei der Variante XXI B achteraus schießen sollten. Die Entwürfe weiterer Varianten (XXI D, XXI E und XXI T) wurden studiert, kamen aber nie zur näheren Ausführung.

Von Booten des Typs XXI ausgeführte Angriffe verliefen in völlig anderer Weise als die konventioneller Boote. Nach optischer Sichtung eines Zieles bzw. dessen Ortung durch Radar oder Unterwasserhorchgerät lief das Boot getaucht und mit hoher Geschwindigkeit auf Kollisionskurs, bis das Zielgebiet erreicht war. Ohne Benutzung des Sehrohrs konnten Entfernung und Peilung des Zieles mit einem hohen Grad an Genauigkeit durch Sonar und Unterwasserhorchgerät bestimmt und die Schussunterlagen in einem Feuerleitgerät berechnet werden. Ein Entkommen war mit hoher Geschwindigkeit in Tauchfahrt möglich, da das feindliche Sonar bei Geschwindigkeiten über 12-13 Knoten unwirksam wurde.

Doch diese aussergewöhnlichen Boote waren nicht völlig fehlerfrei. Das Minimum an Strömungswiderstand unter Wasser war beim Entwerfen auf Kosten der Seetüchtigkeit über Wasser erreicht worden. Nichtsdestotrotz handelte es sich um den besten Typ eines einsatzfähigen Bootes, der während des zweiten Weltkrieges gebaut worden war.

Zwischen dem 27.06.1944 und dem Ende des Krieges in Europa wurden 119 Boote vom Typ XXI in Dienst gestellt. Weitere befanden sich im Mai 1945 in fortgeschrittenen Stadien der Fertigung und viele waren im Montagestadium durch Luftangriffe zerstört worden. Das riesige Bauprogramm, das mit einer Geschwindigkeit von einem Boot pro 2-3 Tage mehr als 1300 Boote hervorgebracht hätte, war zum Nachteil der übrigen Typen begonnen worden, deren Weiterbau 1944 annulliert worden war. Obwohl schnell und in großen Stückzahlen gebaut, waren die neuen Boote nicht mehr imstande, eine wirksame Rolle im Kriege zu spielen. Die notwendigerweise lange dauernde Ausbildung verlangsamte ihre Indienststellung. Im Mai 1945 wurden den Alliierten nur 13 U-Boote des Typs XXI übergeben. 88 Boote waren von ihren eigenen Besatzungen vernichtet worden. Sechs waren durch Luftangriffe an der Wasseroberfläche sowie drei durch Minen verlorengegangen. Luftangriffe auf die Häfen forderten weitere 25 U-Boote.

Die Alliierten gliederten die erbeuteten Typ XXI Boote in ihre Marinen ein und führten mit ihnen nach dem Kriege Erprobungen und Tests durch. U 2518 zum Beispiel diente bis 1958 als "Roland Morillot" in der französischen Marine. 1957 wurde U 2540 gehoben und gehörte von 1960 - 1971 als "U Wilhelm Bauer" zur deutschen Bundesmarine.

 

 

Die Werkzeuge der Kriegsmarine

Torpedos



Es gab zwei grundsätzliche deutsche Torpedotypen, den dampfgetriebenen G7a und den elektrischen G7e. Beide hatten die gleichen Ausmaße, denn sie waren dafür vorgesehen, aus den Standardtorpedorohren abgeschossen zu werden. Sowohl Kontakt- als auch Magnetzünder wurden eingesetzt und die meisten Torpedos hatten beide. Der Magnetzünder wurde vom Magnetfeld eines Schiffsrumpfes ausgelöst und war so entworfen, dass er unter dem Kiel des Ziels explodierte. Eine solche Explosion brach häufig den Kiel des Schiffes, so dass es schnell sank und nur einen Torpedo erforderte. Mit dem Magnetzünder gab es jedoch eine Reihe von Problemen, besonders früh im Krieg, so dass zumeist der weniger wirkungsvolle Kontaktzünder benutzt wurde. Die zwei Haupttorpedotypen bildeten die Grundlage für eine Reihe von Variationen, u. a. akustische und flächenabsuchende Torpedos.

T I (G7a)

Reichweite/Geschwindigkeit: 12,5 km mit 30 kn; 8 km mit 40 kn; 6 km mit 44 kn, Gefechtskopf: 280 kg. Der T I, der früheste deutsche Torpedo, wurde von einem alkoholgetriebenen Dampfmotor angetrieben, der eine sechsblättrige Schraube bewegte. Der Torpedo war zuverlässig und hatte eine große Reichweite, hinterließ beim Abschuß aber eine verräterische Blasenspur. Aus diesem Grund wurde er zumeist für Nachtangriffe eingesetzt, oder aber wenn eine große Reichweite erforderlich war.

T III (G7e)

Reichweite/Geschwindigkeit: 5 km mit 30 kn
Gefechtskopf: 280 kg

Der batteriegetriebene T III hatte zwei Schrauben, die entgegengesetzt rotierten. Er hatte zwar keine so große Reichweite wie die alkoholgetriebene Ausführung, hinterließ aber keine Blasenspur, so dass er für Angriffe bei Tage besser geeignet war. Der Torpedo war allerdings empfindlicher als der G7a und mußte alle drei bis vier Tage aus dem Torpedorohr geholt und gewartet werden.

T IIIa FAT II (G7e) Flächenabsuchender Torpedo

Reichweite/Geschwindigkeit: 7,5 km mit 30 kn
Gefechtskopf: 280 kg

Der FAT war für den Einsatz gegen Geleitzüge gedacht. Er konnte für eine bestimmte Reichweite programmiert werden. Danach wendete er um 180 Grad nach links oder rechts und lief 800 m oder 1.600 m, bevor er erneut wendete und wieder in die entgegengesetzte Richtung lief. Das Manöver wurde solange wiederholt, bis der Torpedo ein Ziel traf oder ihm der Treibstoff ausging. Wenn das Manöver senkrecht zum Kurs eines Geleitzuges ausgeführt wurde, erhöhte sich die Chance, ein Schiff zu treffen, erheblich.
Vor dem Abschuß eines FAT mussten alle anderen U-Boote in der Nähe über Funk gewarnt werden, damit sie sich für eine halbe Stunde von dem Torpedo fernhielten. Falls sich ein U-Boot bereits innerhalb des Geleitzuges befand, musste es sich mit hoher Geschwindigkeit entfernen oder auf eine Tiefe von mindestens 50 m tauchen. Der Zickzackkurs eines FAT erforderte, dass ein Ziel sich innerhalb der halben Reichweite des Torpedos befand, um sicherzugehen dass die Waffe ihr Ziel auch erreichte.

T V (G7e) Akustischer Torpedo

Reichweite/Geschwindigkeit: 5,7 km mit 24 kn
Gefechtskopf: 274 kg


Obwohl die Entwicklung des akustischen Torpedos bereits 1934 begann, machte die Technologie nur langsam Fortschritte. Das Prinzip war einfach. Das Lenksystem hatte zwei Hydrophone nebeneinander, die den Torpedo in Richtung auf die lauteste Geräuschquelle lenkten. Das erste Modell, Falke, stand ab Februar 1942 zur Verfügung. Es war für den Einsatz gegen Sicherungsfahrzeuge gedacht, aber aufgrund seiner geringen Geschwindigkeit und des Fehlens eines Magnetzünders war der Torpedo für diese Aufgabe nur bedingt geeignet. Nur wenige U-Boote hatten die Waffe erhalten, als sie von der nächsten Generation abgelöst wurde.
Der T V Zaunkönig (von den Alliierten "Gnat" (Schnake) genannt) war in vieler Hinsicht eine Verbesserung des früheren Modells. Er war schneller, verfügte über eine Kombination aus Aufschlag- und Magnetzünder und besaß ein empfindlicheres Ortungssystem. In rauher See neigte er jedoch dazu, verfrüht zu explodieren. Weil er vom Geräusch der Schiffsschrauben angezogen wurde, durchquerte er außerdem häufig das Kielwasser des Ziels und explodierte harmlos weit hinter dem Schiff.

Im Gegensatz zu den meisten Torpedos, die eine längere Strecke zurücklegen mussten, bevor sie aktiviert wurden, war der Zaunkönig auf die kurze Entfernung von 200 m eingestellt. Aufgrund von Befürchtungen, dass die lautesten Schraubengeräusche in dieser Entfernung die des U-Bootes wären, das den Torpedo abgeschossen hatte, sahen die Vorschriften den Abschuß eines T V aus dem Heckrohr und ein sofortiges Tauchen auf mindestens 60 m vor.

Die Alliierten reagierten sofort auf den T V. Die Befragung von Gefangenen ergab, dass der Detektor nur auf ein schmales Geräuschspektrum ansprach, das den Schraubengeräuschen eines Schiffes, das sich mit 15 kn bewegte, entsprach. Wenn der Kommandant der Geleitsicherung eine Geschwindigkeit befahl die wesentlich unter oder über diesem Wert lag, hatte der Zaunkönig Schwierigkeiten, das Ziel zu verfolgen. Die Alliierten entwickelten ausserdem eine Verteidigungsvorrichtung gegen den akustischen Torpedo, die Foxer genannt wurde. Das Gerät verursachte Lärm und wurde hinter den Sicherungsschiffen hergezogen. Es simulierte das Geräusch einer Schiffsschraube und lenkte den Zaunkönig ab. Der Foxer war allerdings häufig eher ein Hindernis als ein Vorteil, denn er verursachte einen derartigen Lärm, dass er U-Boote anziehen konnte, die den Geleitzug sonst nicht gehört hätten. Ausserdem störte er das ASDIC-Ortungsgerät und es erforderte eine sehr lange Zeit, die Schleppvorrichtung einzusetzen oder wieder einzuholen. Spätere Versionen des deutschen akustischen Torpedos wurden nicht mehr so leicht vom Foxer abgelenkt, so dass die Alliierten das Gerät verbesserten.



Deckgeschütze


Das Standardgeschütz gegen Schiffe war die 88mm (auf dem Typ VII) oder 105mm (auf dem Typ IX) Schnellfeuerkanone (das 88mm Geschütz hatte nichts mit der berühmten deutschen Armeeversion zu tun). Das Geschütz wurde von drei Matrosen bedient, in der Regel unter der Aufsicht des Zweiten Wachoffiziers. Weitere drei Matrosen waren auf Deck erforderlich, um die Granaten vom Turm zum Geschütz zu bringen. Im Boot holten andere die Munition aus einem Lager unter der Zentrale. Jede Granate war eine Einheit (Projektil und Treibsatz) und wog etwa neun Kilogramm. Um in den wichtigen ersten Sekunden einen Vorteil zu erlangen, befanden sich einige Granaten in einem wasserdichten Lager neben der Deckkanone. Die Feuerrate für eine gute Besatzung lag bei etwa 15-18 Schuß pro Minute.

Das Geschütz konnte zwar auf 85 Grad gehoben werden, es gibt jedoch nur wenige Berichte vom Einsatz der Deckkanone gegen Flugzeuge. Gegen Einzelfahrer war das Geschütz recht wirksam und sparte die wenigen Torpedos für schwierigere Ziele. Als mit der Zeit immer mehr Gefechte gegen eskortierte Geleitzüge geführt wurden und Flugzeuge häufiger wurden, wurde das Deckgeschütz immer seltener eingesetzt. Schließlich schaffte der BdU die Kanone ab. Einigen Kommandanten wurde jedoch erlaubt, das Geschütz zu behalten.



Flaks



Während immer häufigere Zusammentreffen mit Flugzeugen das Deckgeschütz überflüssig machten, wurde die Flak immer wichtiger. Zu Beginn des Krieges bestand die Standardverteidigung gegen Flugzeuge aus einer einzigen 20mm Kanone auf dem Hauptdeck. Aufgrund der großen Entfernung vom Turmluk und weil das Geschütz vor dem Tauchen entfernt und gelagert werden mußte, erhöhte sich die Tauchzeit erheblich. Schließlich wurde die Waffe auf eine Plattform direkt hinter der Brücke verlegt. Mitte 1942 war es offensichtlich geworden, dass das einzelne Geschütz gegen einen entschlossenen Piloten nur unzureichenden Schutz bot. Doppel- und sogar Vierlingskanonen wurden versuchsweise eingesetzt, bis schließlich ein schwereres Geschütz zur Verfügung stand und die Luftabwehr durch ein 37mm Geschütz verstärkt wurde. Das war jedoch noch nicht ausreichend. Letztendlich bestand die einzige wirksame Verteidigung gegen Flugzeuge darin, so schnell wie möglich zu tauchen.

 

Zusätzliche Ausrüstung

Schnorchel



Spät im Krieg wurden viele U-Boote mit einem Gerät ausgerüstet, dass es ihnen ermöglichte, unter Wasser die Diesel zu benutzen. Das Gerät wurde Schnorchel genannt und war einfach ein Rohr mit einem Ventil am Ende, das über die Wasseroberfläche ausgefahren werden konnte, wenn das Boot getaucht war. Das Ventil verhinderte, dass Seewasser eindrang, erlaubte aber die Sauerstoffversorgung der Diesel und den Ausstoß von Abgasen aus dem Rohr. Der Schnorchel erfüllte die Aufgabe, Luft ins Boot zu befördern, sehr gut, konnte aber nicht benutzt werden, wenn das Boot mehr als sechs oder sieben Knoten Fahrt machte.

Anmerkung zum Schnorchel:

Es war für die Besatzung eine sehr große Belastung im Schnorchelbetrieb zu fahren, denn zum einen verursachte das Unterschneiden des Schorchels einen kurzeitigen Überdruck im Boot, der manchmal so stark war, dass es zu Ohnmachtsanfällen unter der Besatzung kam, und alle unter starken Kopfschmerzen litten, zum anderen wurden die Abgase beim Unterschneiden statt durch den Schnorchel nach aussen, nach innen in den Maschinenraum geleitet, sonst wären die Diesel ausgegangen. Dies führte sehr häufig zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen unter den Maschinisten. Gelegentlich trugen die Maschinisten den Tauchretter unter solchen Bedingungen, damit die Kali-Patrone die verseuchte Luft im Maschinenraum erträglicher machte. Es gibt Berichte darüber, dass man in einem Moment im Maschinenraum vor Abgasen die Hand nicht vor Augen sehen konnte und im nächsten Augenblick diese Abgase wie von Geisterhand verschwanden, weil der Schorchel wieder die Oberfläche durchbrach. Allem in allem war es eine unvorstellbare Belastung für die gesamte Besatzung unter Schnorchel zu fahren.

Ein weiterer Nachteil war, dass man durch den Schnorchel leichter zu entdecken war. Wenn dies durch ein Flugzeug geschah, so kam es vor, dass die ahnungslose Besatzung dann versenkt wurde.
Viele Kommandanten fuhren daher bei Tage mit E-Maschinen unter Wasser und in der Nacht mit Schnorchel.



BOLD Kanister

Ein Gerät, das von getauchten U-Booten eingesetzt wurde, um Angreifern auszuweichen, war der "BOLD". Es war ein Kanister, der mit einer Substanz gefüllt war die große Mengen von Gas produzierte, wenn sie mit Seewasser in Berührung kam. Für Unterwasserortungsgeräte wie z. B. ASDIC sah die erzeugte Blasenwolke wie ein getauchtes U-Boot aus. Der BOLD-Kanister war so konstruiert, dass er in einer bestimmten Tiefe blieb. Falls der Bediener des Sonargerätes an Bord des Sicherungsfahrzeugs nicht sehr erfahren war, war es schwierig, den Kanister von einem getauchten U-Boot zu unterscheiden. Die Allliierten nannten dieses Gerät ein "Submarine Bubble Target" (SBT=U-Boot Blasenziel).

 

An dieser Stelle vielen dank an die Inhaber der Seiten:

www.uboatnet.de

 

www.uboote-online.de

 



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