
Tester: CaptainNemo ( Stephan Krüger) und ShipHunter (Felix Schulze)
Zu aller erst möchten wir im Namen von Aces of the Deep und MarineSims, Marc, wie auch Ubisoft für die Bereitstellung einer Review Version danken. Ich hoffe wir konnten viele Impressionen sammeln und Informationen für die Communitys bereit stellen.
Wir haben Silent Hunter III auf folgenden Systemen getestet:
Ship Hunter (MarineSims)
| CPU: |
AMD Athlon XP 2700+ |
| Board: |
Asus A7N8X Deluxe V2.0 |
| RAM: |
1024mb / 2x 512 MB Infineon 400 @ 333 |
| Grafikkarte: |
Asus V9950 Ultra (GeForce FX 5900 Ultra 256mb) (Treiber: 76.10) |
| System: |
Windows XP Professional Service Pack 2 |
| Festplatten: |
1x 160 GB Maxtor , 1x 80 GB Maxtor |
| DVD Brenner: |
NEC 3500A |
| DVD-Laufwerk: |
Toshiba SDM1612 |
| Netzteil: |
430 Watt Noname |
CaptainNemo (Aces of the Deep)
| CPU: |
Intel Pentium4 540 HT / 3,0 GHz |
| Board: |
Nvidia 6600 GT (128mb) |
| RAM: |
1024 MB DDR/SD-Ram PC 3200 (400mhz FSB) |
| Grafikkarte: |
SoundBlaster Audigy 2 ZS |
| System: |
Windows XP Professional Service Pack 2 |
| Festplatten: |
200 Gigabyte Festplatte |
| DVD Brenner: |
---------------------- |
| DVD-Laufwerk: |
NEC 3500A |
| Netzteil: |
430 Watt Noname |
Fast ein Jahr ist es her, als uns die Meldung erreichte, dass Silent Hunter III entwickelt werden würde. Aufregung, Hoffnung sogar Euphorie machten sich breit. Dieses Gefühl hat sich bis heute nicht geändert. Silent Hunter III bietet viele neue Optionen, wie auch Features, die einer realistischen U-Boot Simulation sehr nahe kommen. Die Dynamische Kampagne, die hervorstechende Grafik, wie auch die Detailverliebtheit zeichnen Silent Hunter III aus.
In diesem Teil des Reviews werden wir auf das Menü, seine Einstellungen, wie auch die Perfomance/Gameplay des Spiels eingehen.
Zunächst erstmal eine kurze Übersicht über das Menü:

Die Marine Akademie
In der Marine Akademie werden frische U-Boot Kommandanten in die Gegenbenheiten des U-Boot fahrens eingeführt. Die bekannten Tutorials, wie genaue Informationen helfen natürlich bei dem Einfindungsprozess und erleichtern den Umgang mit dem Boot erheblich.

Zudem werden Prüfungen in den einzelnen Disziplinen abgehalten, in der sich der frisch gebackene U-Boot Kommandant erstmal behaupten muss.
Karriere
Die Dynamische Kampagne wurde von Ship Hunter getestet. Informationen dazu unter dem Menüpunkt Dynamische Kampagne
Einzelmissionen
Bei Einzelmssionen, wie Gibraltar, Bismarck oder Malta wird der Kommandant sozusagen ins "kalte Wasser" geworfen. Hat er eine Mission ausgewählt, so findet er sich in dem jeweiligen Szenario wieder.

Zudem steht ihm die Möglichkeit zur Verfügung, die Realsimuseinstellungen anzugleichen, wie einen Bootstyp auszuwählen. Zudem wird jede Mission kurz historisch geschildert und erläutert.

Die Einzelmissionen bieten eine gute Möglichkeit, um das in der Akademie gelernte umzusetzen. Auch wenn sich die Missionen ansich wiederholen, so ist der Verlauf immer unterschiedlich.
Hier ein Erlebnisbericht vom Mitglied "Der Alte"
"Einzelmission
"Goldene Zeiten"
Boot: Typ VII-C/41
Missionsziel: Versenkung von mindestens 25.000 BRT feindlicher Tonnage
Ein sonniger Tag, glatte See, relativ gute Sicht. Mein Aufguck meldet einen Frachter in linksweisend ca. 315 Grad. Noch ist er weit entfernt, mindestens 3.000 Meter. Ich gehe auf Nordkurs um ihn von der Seite anzugreifen. Nach und nach erscheinen immer mehr Rauchsäulen über der Kimm. Ein ganzer Konvoi, mindestens 15 bis 20 Schiffe. Ich gehe auf Periskoptiefe und laufe langsame Fahrt. Nur noch 1.500 Meter. Ich suche mir die dickeren Pötte raus.
Vor dem Konvoi ist ein Zerstörer zu sehen, aber er ist zu weit weg um mich zu entdecken. Es wird Zeit für den Angriff. Ich warte bis der erste Frachter bis auf 1.000 Meter herangekommen ist. Rohr eins und zwei los! Im Ereignisfenster kann ich den Abschuss und den Lauf der Aale verfolgen. Torpedo drei und vier gehen ebenfalls auf die Reise. Ich gehe auf 45 Grad um vor dem Konvoi zu bleiben und gegebenenfalls das Heckrohr einzusetzen. Die Torpedos laufen gut. Mit der Aussenansicht beobachte ich, wie die ersten beiden auf den Frachter zulaufen. Treffer mittschiffs! Der Frachter wird regelrecht aus dem Wasser gehoben und bricht, begleitet von einer heftigen Explosion, auseinander. Eine Minute später ist nichts mehr von ihm zu sehen. Wieder eine Explosion. Der dritte Aal hat sein Ziel erreicht. Der vierte ging knapp am Heck vorbei - er läuft aber noch weiter und trifft ein weiter hinten fahrendes Schiff. Jetzt ist das Chaos perfekt. Die Frachter weichen den getroffenen Schiffen aus und der vorne fahrende Zerstörer vom Dienst kreuzt wirr durch den Konvoi. Die Rohre eins und zwei sind inzwischen nachgeladen. Schräg links von mir überlappen sich zwei Schiffe, eines davon scheint ein Tanker zu sein. Ich schalte auf das vordere auf und setze einen Doppelschuss ab. Ein Blick auf die Karte zeigt mir dass von rechts ein weiterer Zerstörer aufkommt. Verdammt, wo kommt der denn her? Ich schwenke auf 270 Grad und mache mein Heckrohr klar. Noch 900 Meter - Rohr fünf los! Jetzt schnell auf Tiefe. Als 30 Meter durchgehen gebe ich den Befehl, wieder auf Periskoptiefe zu gehen. Der Hecktorpedo hat den Zerstörer frontal erwischt und ihn regelrecht zerissen.
Der vorherige Schwenk nach Westen war goldrichtig. Als ich das Periskop wieder ausfahre, sehe ich drei Frachter im Gänsemarsch auf mich zukommen. Die Rohre drei und vier sind klar - und ab dafür. Ich gehe wieder auf Kurs Nordost, da schwimmt noch genügend rum. Einer der zuvor von nur einem Torpedo getroffenen Frachter krebst dem Konvoi mit drei Knoten hinterher, er hat leichte Schlagseite. Ich warte, bis Rohr eins nachgeladen ist, gehe auf 800 Meter heran - llooooosss! Hinter mir knallt es zweimal. Treffer. Ich beobachte weiter den angeschlagenen Frachter mit der Aussenansicht. Die Torpedolaufbahn ist gut zu erkennen. Der Aal schlägt im Heck ein. Der Frachter kentert sofort und geht kurz darauf auf Tiefe. Ich höre, wie seine Schotten brechen. Mittlerweile sind von rechts drei weitere Zerstörer herangerauscht. Rohr fünf ist wieder nachgeladen. Hinter mir zwei Frachter. Ich visiere den an, der mir am nächsten ist und setze den Aal ab. Dann gehe ich schnell runter und nehme Kurs auf den Rest des Konvois.Einer der Zerstörer kommt gefährlich nah heran. PING!
Er hat mich erfasst. Jetzt wirds brenzlig. Das Katz-und-Maus-Spiel beginnt...runter auf 100 Meter, langsame Fahrt. Im Fenster der Ereigniskamera verfolge ich, wie der Hecktorpedo knapp am Bug des Frachters vorbeigeht. Zum Ärgern bleibt keine Zeit, denn der erste Zerstörer beginnt seinen Anlauf und wirft Wabos. Sie detonieren hinter mir, das Boot schüttelt sich nur leicht. Mit dieser Geschwindigkeit erreiche ich den Konvoi, unter dem ich mich verstecken könnte, nie. Also auf Südkurs absetzen. Jetzt wirds psychologisch, meine Herren. Der zweite Zerstörer beginnt seinen Anlauf während der erste eine Wende fährt. Es kracht ganz in der Nähe, alles wird durchgerüttelt. Ich gehe noch tiefer, auf 130 Meter. Zerstörer Nummer eins kommt jetzt seitlich, schnell einen Haken schlagen - seine Wabos gehen daneben.Jedesmal wenn es rummst erhöhe ich die Fahrt um danach wieder auf kleiner Fahrtstufe weiterzuschleichen.Nach und nach kann ich mich weiter absetzen, aber ich schaffe es kaum, die beiden Zerstörer abzuschütteln. Sie verlieren aber immer häufiger den Kontakt, während ich auf 130 Meter Tiefe bleibe. Hier ein Haken, da ein Häkchen...wieviele Wabos schleppen die denn mit sich, irgendwann muss doch mal Ende sein.
Wer viel schmeisst, hat bald nichts mehr! Und tatsächlich, irgendwann haben sie genug und drehen ab um den Konvoi wieder einzuholen. Jetzt nicht übermütig werden. Ich gehe etwas höher, warte aber noch ab. Erst als sie nur noch schwach zu hören sind steuere ich die Oberfläche an. Die Diesel an und schnell weg hier. Die Mission gilt als erfolgreich, ich habe statt der geforderten 25.000 BRT über 42.000 versenkt.
Mehrspieler
Leider konnten wir den Mehrspieler-Modus von Silent Hunter III nicht testen, da eine Verbindung über die Ubi-Lobby nicht möglich war. Wir werden jedoch versuchen eine Online-Partie vor Release hinzubekommen, so dass wir euch unseren ersten Eindrücke in diesem Gebiet ebenfalls schildern können. Jedoch können wir euch einen kurzen Einblick in die Struktur des Multiplayers, wie auch den Einstellungsmöglichkeiten geben.

Der Mehrspieler erlaubt, auch online, bis zu acht Spielern an einer MP-Partie über LAN oder der Ubi-Lobby teilzunehmen. Hat sich der Spieler für Lan oder der Ubi-Lobby entschieden so stehen ihn weitere Einstelunngen zu verfügung. Dabei können Einstellungen, wie Schwierigkeit, freie U-Boot Wahl etc. getroffen werden.
Die Art der Mission kann entweder selbst bestimmt werden oder man sucht sich einer der vier vorgegebenen Missionen aus.

Hat der Spieler alles soweit eingestellt kann er die von ihm gewählten Einstellungen nochmal überprüfen und anschließend zur Wahl seines Bootstypen übergehen. Zudem kann er auch die Erfahrung seiner Crew festlegen.

Das Museum
Das Museum ähnelt einer historischen Datenbank, welche einen kurzen Überblick über die sich im Spiel befinden Schiffstypen gewährt. Eine Grafische Darstellung, wie auch die spezifischen Daten des Schiffs werden im Museum angezeigt. Zudem kann zwischen Nation und Schiffsart gewählt werden.


Optionen
In den Optionen lassen sich Grafik, wie auch Sound einstellen. Selbst wenn Silent HUnter III auf 1024x768 festgelegt ist, so lassen sich einige Optionen festlegen. So stehen z.b Texturenqualität, wie auch die Einstellung der Partikeldichte zur Wahl. Die Soundeinstellungen belaufen sich auf Sprache,Musik, Lautstärke etc.

Perfomance/Grafik

Nun kommen wir zur Perfomance von Silent Hunter III. Wie in etlichen Screenshots bereits zu sehen, bietet Silent HUnter III eine unglaublich detailverliebte Grafikengine. Rauch, Texturen, wie auch der Ausdruck in den Gesichtern der Besatzung wirken authentisch und verstärken den Simulationscharakter erheblich. Alleine sich das Boot in Fahrt anzuschauen verschlung mehre Minuten. Die Grafik ist ein wahrer Augenschmaus, man kann sich gar nicht satt sehen. Die Wellen, die Gischt, die Nieten an den Booten - alles ist gut zu erkennen. Erstaunlich, wie weit man sich in der Aussenansicht vom Boot wegbewegen kann! Die Torpedotreffer sind hervorragend. Hohe Wassersäulen, Explosionen und Schiffe, die auf die unterschiedlichsten Arten sinken. Verfolgt man den Sinkvorgang in flachen Gewässern kann man sogar sehen, wie sie beim aufschlagen auf den Grund den Sand aufwirbeln. Die KI hat auch dazugelernt: Zerstörer kollidieren nicht mehr mit Frachtern sondern weichen aus oder fahren sogar zurück.
Die Schiffsmodelle sind realitätsgetreu nachempfunden. Rost, wie auch einzelnde Nieten lassen sich in den Texturen erkennen. Das Wasser, obwohl es mit Shader 1.1 dargestellt wird, sieht atemberaubend aus. Das so eine Grafikpracht "Hardwarehungrig" ist steht ausser Frage, jedoch ist es nicht annähernd so hungrig, wie bisher gedacht. Silent Hunter III lief bei mir, bis auf wenige Ausnahmen, sehr flüssig und mit einer FPS Rate von ungefähr 70-110 auf hoher See und 25-45 im Hafen. Silent Hunter III lief zudem steht´s stabil. Entscheidender Faktor ist denke ich hier nicht der CPU, sondern der RAM, wie auch die Grafikkarte. Fakt ist, jeder kann Silent Hunter III mit den Mindestvorraussetzungen spielen, auch wenn er einige perfomance Einbußen eingehen muss.
Gameplay

Die Steuerung hat man schnell verinnerlicht. Alles geht gut von der Hand bzw. der Maus. In der Marineakademie erlernt man vorher die Navigation, die Bedienung von Flak und Deckanone und das steuern des Bootes. Wer Silent Hunter II kennt, wird sich in Silent Hunter III schnell zurecht finden. Ich habe ungefähr 15-30 Min gebraucht um mich mit der Steuerung vertraut zu machen. Befehle werden direkt entgegen genommen und umgesetzt. Der Wellengang wie auch die "Physik Engine" zeigen einen deutlich erkennbaren maritimen Charakter.
Jedoch sind uns einige kleinere "Mängel" aufgefallen. Der bereits bekannte "Uzo und Fernglas - Bug" ist mit der schwerwiegendste Fehler im Spiel und betrifft laut unserer Erkenntnis nur Besitzer einer Nvidia Geforce 5/6 Grafikkarte. Dieser Fehler liegt bei den Nvidia Treibern. Zur Zeit arbeiten die Entwickler an einem Patch, der dieses Problem beheben soll. Kleinere Fehler, wie z.b bei der Flakbesetzung oder generell im Besatzung Managment sind im keinsten falls schwerwiegend bzw. behindern den Spielverlauf.
Fazit:
Silent Hunter III hält was es verspricht - Eine umfangreiche, realistische und vor allem dynamsiche U-Boot Simulation. Jeder wollte schon mal in die Rolle von Jürgen Prochnow schlüpfen und Gibraltar durchbrechen. Silent Hunter III bietet diese Möglichkeit. Neben der prachtvollen Grafik erstrahlt das Spiel in seiner Detailverliebtheit, wie auch seinem Drang nach Realismus. Dabei kann der Spieler vieles bestimmen und festlegen. Dazu gehört der historische Rahmen in der er sich bewegt, wie auch die technischen Gegenbeheiten seiner Zeit. Silent Hunter III ermöglicht durch seine Grafik das angestaubte "Simulations Image" aufzumöbeln. Allein die Aktion-Kamera empfinde ich als sinnvolles Feature, welches die Stimmung ergänzt. Zudem rundet der Sound, den Simulations Charakter von Silent Hunter III wunderbar ab. Auch wenn momentan kleinere Fehler noch existieren und einige Features noch fehlen bzw. noch nachgeliefert werden sollten, so tritt Silent Hunter III die Nachfolge von Aces of the Deep (Aod) würdevoll an. Ich freue mich bereits auf etliche Mods und Modder, die das Spiel um ein weiteres ergänzen.
In diesem Sinne!
Gute Jagd ihr Höllenhunde
Nachtrag

Es ist bereits eine Weile her, dass der Patch 1.4 für Silent Hunter III veröffentlicht wurde. Viele kleinere Bugs wurden bisher beseitigt, wie auch kleiner nette features, wie z.b das Anzeigen der Hafenstrukturen auf der Karte hinzugefügt. Wie damals erhofft haben etliche Mods, wie unser AOTD-Modpack oder Frontflottille Silent Hunter III an den richtigen Stellen ergänzt. Die KI ist nachviewor sehr intelligent und je nach Kriegsjahr herausfordener. Natrülich fehlen immer noch einige Inhalte, wie Wolfsrudel, Versorgung auf See, belebte Häfen oder ein umfangreicherer Funkverkehr. Jedoch können einige dieser Mods diese fehlende Inhalte auffangen. Technisch gesehen wurde der NVIDIA Bug schon seid längerem beseitigt und auch sonst lässt sie Silent Hunter III selbst auf leistungsschwächeren System bestens spielen.
Die Dynamische Kampagne im Detail:
Für viele ist die Dynamische Kampagne wohl das Herzstück des Spiels. Ich werde in den nächsten Zeilen so gut wie möglich versuchen diese zu beschreiben und euch einen Eindruck zu vermitteln. Vor dem Start der Kampagne besuchte ich erst einmal die Marineakademie in der ich die Prüfungen Navigation, Flakgeschütz und Deckgeschütz mit dem Ergebnis Exzellent abschloss. Bei der Torpedoprüfung versagte ich allerdings, da es wirklich sehr schwer ist mit dem Manuellen TDC zu spielen. Der TDC ist im vergleich zu Silent Hunter II ein großer Schritt in Richtung Realismus (dazu später mehr). Also auf zur Kampagne...
Zuerst darf man Startjahr und U-Flottille wählen. Je nach dem welches Startjahr man wählt kann man verschiedene U-Flottillen wählen und erhält so die Auswahl über andere U-Boot Typen. Eine Tabelle dessen findet ihr HIER.
Ich entschied mich für die 1. U-Flottille und das Startjahr 1939. Ein „jungfräulicher „Typ IIA war mein erstes Kommando. Zu aller erst musste ich meine Besatzung zusammenstellen. Dadurch das ich bereits die Marineakademie absolvierte und schon ein paar Ruhmpunkte gesammelt hatte, konnte ich ein paar erfahrene Offiziere anheuern. Denn auch gute Besatzungsmitglieder kosten genau wie neue Boote oder Ausrüstung „Ruhmpunkte“. Nachdem ich nun mein Boot ausgerüstet hatte ging es los.
Ziel der Fahrt: Planquadrat AN55.
Am 1. September 1939 um 10 Uhr morgens verließ mein Boot Wilhelmshaven. Die Fahrt verlief für einen Typ II A relativ erfolgreich. Ein Handelsschiff wurde versenkt, 6395 BRT. Kurz bevor ich in den Deutschen Luftraum ablief hätte mich eine Hurricane fast erwischt. Ich hatte allerdings Glück und so wurde das Boot zwar Werftreif gebombt, konnte jedoch noch entwischen. In dieser Fahrt sammelte ich 789 Ruhmpunkte und vor allem eines, Erfahrung.
Nach dieser Feindfahrt standen mir bereits neue Batterien sowie ein Typ IID zur Verfügung. Ich verzichtete jedoch auf neue Batterien da ich lieber auf den Typ IID „sparen“ wollte. So befahl ich auch in meiner 2ten Feindfahrt wieder ein Typ IIA. Während dieser Feindfahrt versenkte ich einen V&W Class Zerstörer.
Einen Erlebnisbericht dieser und der 3ten Feindfahrt mit einem Typ IID findet ihr unter dem Menüpunkt Spielbericht, zusammengetragen vom Grauen Wolf. Ich möchte nun nicht weiter einen Erlebnisbericht schreiben sondern auf die Kampagne an sich eingehen. Wen es jedoch interessiert: 11 Feindfahrten, Bootstyp VII C, 116.398 BRT, EKII, EK1, U-Bootkriegsabzeichen, U-Bootfrontspange, RK mit goldenem Eichenlaub Schwertern und Brillianten, Basis: Brest.
Vermutlich werden alle einen Vergleich mit dem guten alten Aces of the Deep ( Aod) ziehen wollen und der ist auch völlig legitim.Die Kampagne in SHIII spielt sich der von AoD sehr ähnlich, jedoch ist Silent Hunter III noch eine ganze ecke schwieriger als Aod. Die Langzeitmotivation in Silent Hunter III ist perfekt. Auf jeder Feindfahrt sammele ich Ruhmpunkte und noch wichtiger, meine Besatzung sammelt Erfahrung. Die Besatzung ist ein sehr wichtiger Aspekt in SHIII. Ein guter Wachoffizier mit einer spezialisierten Brückenwache erfasst Schiffe wesentlich früher. Ein erfahrener Maschinist holt mehr aus den Dieseln heraus als 5 Matrosen, ein erfahrener LI steuert das Boot schneller und besser als ein unerfahrener usw. Dies macht sich sehr deutlich bemerkbar und ist ein wirklich neues und innovatives Feature. Seine Besatzung kann man zudem mit Orden ausstatten. Maaten kann man eine Spezialisierung geben, Offiziere können hingegen zusätzlich sich bis zu 3 Spezialisierungen aneignen. Alle Besatzungsmitglieder, egal ob Offiziere, Maate oder einfache Matrosen sammeln Erfahrung. Je erfahrener sie sind, desto schneller und effektiver arbeiten sie. Man sollte allerdings auch immer darauf achten das die Moral an Bord gut ist und seine Besatzung immer schön ausgeruht. Beförderungen können ebenfalls ausgerufen werden, genau wie der Spieler selbst befördert wird.
Das Ausstatten des Bootes ist ein weiterer innovativer, Aspekt der unheimlich viel Spaß und Motivation bereitet. So kann ich mein Boot mit neuen Torpedos , verbesserten Batterien, besseren Horchgeräten etc. ausstatten. Zudem stehen dem Spieler etliche Embleme, wie auch die Möglichkeit Boot, und Flottille zu wechseln zur Verfügung.
Zum Gameplay
Wer hier einen vergleich mit Silent Hunter II machen möchte ist an der falschen Adresse. Wer den Bericht vom Grauen Wolf (den ihr im Menü unter Spielbericht findet) noch nicht gelesen hat der sollte dies unbedingt tun. Das Gameplay ist unglaublich innovativ und die Realismus Einstellungen sind sehr umfangreich.
Vergesst die Zeiten in denen Horchkontakte oder Sichtmeldungen auf der Karte angezeigt wurden (Diese lassen sich in den Realismuseinstellungen auch einschalten)
Die Zeitraffer Funktion schaltet ab und zu auf 8x runter. Das signalisiert euch das irgendwo in eurer nähe etwas passiert. Was passiert? Tja, das muss man selber herausfinden. Sei es ein neutrales Schiff, ein verbündeter, ein Flugzeug, ein Geleitzug, ein Frachter oder ein Zerstörer. Alles ist möglich. In diesem Fall, am besten rund horchen.
Ist der Horcher noch nicht sonderlich erfahren erfasst er Kontakte auf große Entfernung auch meist gar nicht. Also selber ans Horchgerät. Das Horchgerät erinnert im vergleich zu SHII diesmal sehr an „Das Boot“. Langsam dreht man am Horchgerät, und hört wirklich sehr sehr schwach Schraubengeräusche. Einer solchen Horchpeilung hinterher zu jagen verspricht spannende Stunden, oft jedoch auch eine Erfolglose Jagd. Die ganze Spieldynamik ist völlig anders als in Silent Hunter II und an sich unvergleichlich. Steht man länger in einem Gebiet oder wird von einem feindliche Frachter, Flugzeug oder Zerstörer entdeckt, kann man sich darauf einstellen das die Jagd beginnt. Das heißt, dass die Sicherung in diesem Gebiet zunimmt und (so kam es mir jedenfalls vor) auch der Dampferverkehr in diesen nachlässt.
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Vorgeschmack dessen geben was euch erwartet. Vieles werdet ihr selber herausfinden und vieles wird euch überraschen.
Zum Abschluss noch ein paar Screenshots aus den Menüs, Screenshots von der Dynamischen Kampagne an sich findet ihr in der Screenshotssektion unter "Impressionen".




© 2005 www.acesofthedeep.com & www.marine-sims.de
by CaptainNemo & Ship Hunter